Kaninchen begleiten uns seit unserer Kindheit. Auf Christians Seite eher die Schlachtkaninchen seines Opas als er klein war, auf Noras Seite waren es draußen lebende Haustiere. Auch das erste eigene Haustier war ein toller, die Hunde jagender total zutraulicher „Franz“, ein Russenkaninchen. Dieser wurde 12 Jahre alt.

Tom

Als wir zusammen gezogen sind schafften wir uns dann zwei Zwergwidder an, die ähnlich alt wurden und als Tom damals alleine zurückblieb (mit 10 Jahren) fanden bei uns in der Außenvoliere drei Kaninchen aus einer Arche (ein Zwergwidder, ein Holländer und ein deutscher Riesenschecke) ihren Platz. Sie wurden eine ganz tolle und auch witzige 4er WG. Einen davon hat Tom sogar überlebt, unsere liebe Lotta verstarb, wie bei Kaninchen ja leider nicht ganz unüblich, sehr plötzlich und ohne sichtbare Krankheit. Als Tom mit über 12 Jahren und Max, sehr viel jünger, kurz hinter einander in den „Kaninchenhimmel“ gingen saß da unsere Riesenscheckin Paula ganz alleine. Was nun?

Arpad direkt nach der Schur mit Paula
Arpad kurz vor der Schur

Paula weggeben war für mich nur eine kurze Option. Die Kinder hatten auch gerade angefangen sich für die Kaninchen zu interessieren. Da lief uns wieder mal die Rasse „Angorakaninchen“ über den Weg…

Wir haben in unseren Spinnkreisen eine liebe Mitspinnerin , die auch Angorakaninchen züchtet. Die wurde nun erstmal nach Rat gefragt, weil das Kaninchen ja mit Paula das ganze Jahr im Stall mit Auslauf leben sollte.

Es wurde aber auch schnell klar, dass dies möglich ist. Einzelne Kaninchen kann man völlig unproblematisch mit der Schere scheren und wenn die Frisur im Winter dann nicht zu kurz wird, kommt die Wärmelampe für ein paar Tage zum Einsatz.

So kam Arpad zu uns. Paula wurde kastriert und seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele.

Angorawolle